Konjunktivitis ist der Fachbegriff
für eine Bindehautentzündung,
von Keratoconjunktivitis spricht man, wenn gleichzeitig die Hornhaut
(Entzündung
der Hornhaut = Keratitis) betroffen ist. Bei Terrariumtieren
kommt diese Krankheit relativ häufig vor. Mehrere Fälle sind uns
schon bekannt. (z.B. bei Dendrobaten, Bombinas, Geckos, Bartagamen).
Die Krankheit kann zur Erblindung
des
betroffenen Auges führen.
Symptome
Eine mattgraue Verfärbung des Auges und/oder Verklebungen im und
ums Auge deuten auf eine akute Konjunktivitis hin. Auch Veränderungen
im Verhalten des Tieres oder ein unerklärliches Abmagern können
auf Probleme mit dem Sehsinn hinweisen.
Ursachen
Augenentzündungen können sehr verschiedene Ursachen haben.
Von Zugluft über mechanische Schäden bis zu Virus- oder bakteriellen
Infektionen ist alles möglich. Bei Terrarientieren kann auch eine
zu hohe Belastung mit UV-B/UV-C der Auslöser für die Krankheit
sein.
Vorsorge
Eine Vorsorge ist schwierig, da viele Umstände
zu einer akuten Konjunktivitis führen können. Die Verhinderung
von Zugluft ist aber sicher schon mal eine Massnahme. Auf die Wahl und
die Installation von UV-Lampen (Abstand) kann Einfluss auf das Konjunktivitis-Risiko
haben. Eine gezielte Vorsorge gegen virale oder bakterielle Infektionen
ist aber kaum möglich. Hier beschränkt sich die Vorsorge auf
die üblichen hygienischen Massnahmen.
Behandlung
Für die Behandlung einer akuten Konjunktivitis ist in jedem Fall
ein Tierarzt beizuziehen. So unterschiedlich die Ursachen für die
Krankheit sind, so unterschiedlich ist auch deren Behandlung. Bakterielle
Infektionen werden normalerweise mit einer Antibiotika-Salbe behandelt,
während für den Heilungsprozess bei verletzungsbedingten Entzündungen
auch ein Vitamin-A-Präparat (für Augen) förderlich sein
kann. Aber wie gesagt, das letzte Wort hat der Tierarzt.
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