Eine Peritonitis (Entzündung des Bauchfells) kommt bei Reptilien
vor allem bei Weibchen vor. Durch das Platzen von Follikeln tritt
Eidotter in den Bauchraum des Tieres aus. Dieses Eidotter wirkt sehr
entzündungsfördernd, was sehr schnell zu einer Vereiterung
des Bauchraumes und der inneren Organe führen kann. Leider ist
es, wenn der Pfleger die Unpässlichkeit bemerkt, meistens schon
zu spät und das Tier geht an dieser Entzündung ein.
Symptome
Das Tier wirkt apathisch, lustlos und hängt nur rum. Die Futteraufnahme
wird in der Regel verweigert. Da dies sozusagen Standardsymptome sind,
die auch eine ganz andere Ursache haben können, ist es natürlich
sehr schwierig, daraus auf eine akute Peritonitis zu schliessen. Aber
vor allem bei jungen geschlechtsreifen Weibchen sollte diese Möglichkeit
immer in Betracht gezogen werden.
Ursache
Wie bereits gesagt, ist die Ursache bei geplatzten Follikeln und ausgetretenem
Dotter zu suchen. Aber warum platzen Follikel einfach so? Einerseits
kann es sich dabei um einen Unfall handeln, indem sich das Tier zum
Beispiel auf einer panikartigen Flucht irgendwo massiv anstösst
und sich dabei verletzt, oder andererseits kann natürlich auch
Fremdeinwirkung im Spiel sein. Fremdeinwirkung durch den Pfleger (unsachgemässer
Umgang) oder durch andere Tiere (eigene oder fremde Art) im Terrarium
(Beissereien usw.).
Vorsorge
Eine Vorsorge ist schwierig. Es ist sicher sinnvoll, potentiell trächtige
Weibchen mit etwas Vorsicht zu behandeln (was eigentlich sowieso bei
allen Tieren selbstverständlich sein sollte) und keinen Anlass für
eine überstürzte Flucht zu bieten. Aggressive Artgenossen sollten
während der Trächtigkeit aus dem Terrarium verbannt werden.
Allerdings ist zu bedenken, dass geplatzte Follikel so früh auftreten
können, dass der Pfleger noch gar nichts von der Trächtigkeit
weiss.
Behandlung
Bei einer akuten Peritonitis spielt vor allem die Zeit eine grosse Rolle,
das heisst, dass der sofortige Gang zum reptilienkundigen Tierarzt
wahrscheinlich über
Leben und Tod entscheidet. Für eigenes "Rumdökterlen" bleibt
keine Zeit. Der Tierarzt wird eine geeignete Therapie vorschlagen.
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